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Die Schöpfungsgeschichte einmal anders

Musik- und Tanzprojekt: Was Christentum und Islam verbindet

Gestern Abend konnte ich gemeinsam mit meiner Frau etwas erleben, das mich so berührte.
Kaum ein anderes Inklusionsprojekt, ob mein eigenes, ob ich ein anderes unterstützte oder besuchte, berührte mich so tief wie dieses von Maria von Bismarck.

Es geht bei diesem Stück nicht nur um die mutige Auseinandersetzung mit den beiden Weltreligionen, Christentum und Islam, sondern das besonders Spannende und die besondere Herausforderung war bzw. ist, dieses Team mit 50 Kindern so unterschiedlicher Herkunft zusammenzustellen und zu einem gemeinsamen Projekt zu motivieren!
Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es war, mit den Kindern aus so verschiedenen Ländern und Sprachen zusammenzuarbeiten und zu beweisen, dass mit einem Musik- und Tanzstück die kulturelle Inklusion dennoch so gut gelingen kann.
Besonders großen Respekt verdienen diese Kinder, wenn man bedenkt, wo und wie sie in Bremen leben. Sie sind alle Schüler der Oberschule Koblenzerstrasse, wo der Migrationsanteil rund 80% beträgt, in Bremen.
Dass es sehr gelungen ist, nach nur rund 5 Monaten Vorbereitungszeit, die so verschiedenen Kinder zu einem Ganzen zusammen und zu einem hohen Niveau der Performance zu bringen, ist eine hervorragende Leistung insbesondere von Maria von Bismarck (Konzept und Regie).

Genau solche Projekte brauchen wir zur dringend nötigen Aufklärung über den Islam und das Christentum, dass wir mehr gemeinsam haben als viele Menschen es zugeben wollen oder zu erkennen vermögen.

Dies zeigt, wie wichtig solche Projekte sind. Es geht nicht nur um bloße „Integration“, sondern eben um die kulturelle Inklusion! Nur durch gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Akzeptanz kann ein wirkliches Miteinander und dann auch leichter die gemeinsame Sprache gelernt und das gemeinsame Herz erlebt werden.

Abschliessend möchte ich noch auf besondere Aussagen von Maria von Bismarck hinweisen (siehe Artikel):
„Ich wusste nicht, ob das Ganze funktioniert“, sagt Regisseurin Maria von Bismarck, die, abgesehen von Haydns Musik, alles andere selbst arrangiert hat. Und auch der Grundgedanke zu dieser Aufführung kam von ihr: „Ich wollte ganz einfach einen persönlichen Beitrag zum Frieden leisten, weil mich die politische Situation und die religiösen Streitigkeiten so berühren.“

Und gestern Abend sagte sie auch:
„In unserer Schöpfungsgeschichte haben wir gemeinsame Wurzeln, deswegen haben wir eine gemeinsame Verantwortung.“

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